Jahresarchive: 2015

- Nürnberger ZeitungKrisenmanagement
Seismograph in der Wirtschaftskrise

pilkenrothWenig Aufträge, keine Kredite: Damit mussten viele Unternehmen in Deutschland während der Wirtschafts und Finanzkrise im Jahr 2008 fertig werden. Gerade Zeitarbeitsfirmen bemerken solche Entwicklungen bei ihren Kunden sehr früh. Malgorzata Pilkenroth vom Personaldienstleister Hofmann in Nürnberg erzählt, warum.

NZ: Woran merken Sie, dass sich in der Wirtschaft eine Krise anbahnt?

Malgorzata Pilkenroth: Wir merken es, wenn an vielen verschiedenen Standorten von Unterschiedlichen Kunden mehr Mitarbeiter abgemeldet werden als üblich. Wenn es einem Unternehmen nicht gut geht, wird zunächst das Zeitpersonal abgebaut. Wir wissen so als Ersten, welche Branche gerade in Schwierigkeiten geraten könnte. Dann können wir uns schnell nach einer Alternative für unsere Mitarbeiter umschauen.

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- Nürnberger ZeitungKrisenmanagement
Plan B in der Schublade

FröhlichIn einem Unternehmen läuft nicht immer alles wie gewünscht. Im Gegensatz zu persönlichen Lebenskrisen, gibt es hier für Notfälle aber ganz genaue Ablaufpläne, an die sich jeder Mitarbeiter halten muss. Bernhard Fröhlich ist Betriebsleiter beim Lebensmittelhersteller Eisblümerl in Happurg-Thalheim und erklärt, wie sich sein Unternehmen auf schwierige Situationen vorbereitet.

„Wir sind ein Bio-Betrieb. Wir verwenden Nüsse und Saaten, die nicht mit Kunstdünger und Pestiziden behandelt wurden. Wir sind ein Handwerksbetrieb, bei uns gibt es auch keine Fließbänder. Denn solange der Mensch nicht vom Fließband kommt, sollte sein Essen auch nicht vom Fließband kommen, finde ich.

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- Nürnberger ZeitungKrisenmanagement
Anfangs nichts tun, ruhe bewahren

CooperOb kleine oder große Krisen, sie müssen bewältigt werden. Cooper Thomson gibt Tipps, wie es einem gelingen kann. Der 64-Jährige arbeitet unter anderem als Coach und Supervisor. Ruhe bewahren: In einer Krise ist es wichtig, erst einmal nichts zu tun. Die meisten Menschen denken aber, sie müssen sofort reagieren. Nur bei lebensgefährlichen Situationen ist Eile geboten. Aber in den meisten Krisen besteht keine akute Lebensgefahr. Der Betroffene sollte also Ruhe bewahren und sich fragen: Was genau ist passiert?

Ehrlich sein: Wie wir eine Krise bewältigen, hängt auch davon ab, wie ehrlich wir zu uns selbst sein können. Wenn es eine Krise ist, in die mehrere Menschen involviert sind – der Ehepartner, das eigene Kind oder etwa Arbeitskollegen –, dann sollte man sich zusammensetzen und möglichst offen miteinander reden. Hilfreich ist es dabei, in uns hineinzuhören: Was macht die Krise mit mir? Spüre ich zum Beispiel Angst, Wut oder Trauer? Stärken und Schwächen klären: Nun geht es darum zu analysieren, welche Stärken und Schwächen der Einzelne hat. Wir reflektieren unser früheres Verhalten und können daraus Lösungsstrategien für die aktuelle Krise entwickeln. Bei mehreren Beteiligten kann man schauen, wie man sich bei der Problembewältigung ergänzen kann. Vielleicht ist einer gut im Zuhören, der andere übernimmt dafür gerne praktische Aufgaben.

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- Nürnberger ZeitungKrisenmanagement
Mehr Zuspruch und keine Vorwürfe

ElaDie Nachricht, dass das eigene Kind behindert auf die Welt kommt, löst bei den Eltern erst einmal einen Schock aus. Beim Deutschen Downsyndrom-Infocenter in Lauf berät Elzbieta Szczebak Familien, die sich auf ein Leben mit Kind einstellen, das ein Chromosom zu viel hat. Sie berichtet, welche Rolle das Umfeld spielt.

„Viele Eltern von Kindern mit Downsyndrom erleben diesen traurigen Moment, wenn jemand auf der Straße in den Kinderwagen guckt und zurückschreckt. Nach dem Motto: ,Oh, das hätte aber nicht sein müssen.‘ Eine Menge Eltern bekommt solche Vorwürfe zu hören. Das ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Vater oder jede Mutter, wenn das Kind so abgewertet wird. Es ist besonders verletzend, wenn die nähere Umgebung nicht sensibel reagiert.

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- Lippische LandeszeitungSelbstbestimmt Altern
Selbstbestimmt Altern – Chancen und Grenzen

Wie muss der Lebensentwurf eines älteren Menschen aussehen, damit er Lebensqualität erleben kann? Selbstbestimmt trotz Gebrächen? Ist das möglich? Welche Chancen und welche Bereicherung bietet eine alternde Gesellschaft?

Für das Projekt „Druckerschwärze“ unserer Zeitung wurden SchülerInnen des Marianne-Weber-Gymnasiums in Lemgo freigestellt. Gemeinsam haben das Mehrgenerationenhaus Lemgo und die Lippische Landes-Zeitung (LZ) Jugendliche für den Beruf des Journalisten begeistert. „Selbstbestimmt altern“ war das alles überspannende Thema, zu dem die Gruppen Experten interviewten – darunter Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses und des Instituts für Migrations- und Aussiedlerfragen. Regisseur Jean-Francois Drozak begleitete das Vorhaben ebenso, wie die LZ-Mitarbeiter Erol Kamisli und Andreas Beckschäfer.

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Schwerpunkt – Selbstbestimmt Altern

LZWie muss der Lebensentwurf eines älteren Menschen aussehen, damit er Lebensqualität erleben kann? Selbstbestimmt trotz Gebrächen? Ist das möglich? Welche Chancen und welche Bereicherung bietet eine alternde Gesellschaft?

Für das Projekt „Druckerschwärze“ unserer Zeitung wurden SchülerInnen des Marianne-Weber-Gymnasiums in Lemgo freigestellt. Gemeinsam haben das Mehrgenerationenhaus Lemgo und die Lippische Landes-Zeitung (LZ) Jugendliche für den Beruf des Journalisten begeistert. „Selbstbestimmt altern“ war das alles überspannende Thema, zu dem die Gruppen Experten interviewten – darunter Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses und des Instituts für Migrations- und Aussiedlerfragen. Regisseur Jean-Francois Drozak begleitete das Vorhaben ebenso, wie die LZ-Mitarbeiter Erol Kamisli und Andreas Beckschäfer.

Lippische-Zeitung

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- Lippische LandeszeitungSelbstbestimmt Altern
Mehrgenerationenhaus – Selbstbestimmt Altern

2015-02-19 16.29.04-1Rita Funk arbeitet im Lemgoer Mehrgenerationenhaus und genießt den respektvollen Umgang.

Die Krankenschwester und Sozialarbeiterin Rita Funk arbeitet als Honorarkraft im Begegnungscafé des Lemgoer Mehrgenerationenhauses. Im Interview spricht die 28-Jährig über ihre Arbeit und Erfahrungen.

Lemgo. Stricknachmittage, Kochkurse oder Kaffeeklatsch samt Kuchen gehören im Begegnungscafé des Lemgoer Mehrgenerationenhauses seit vielen Jahren zum Alltag. Hier treffen sich junge und alte Menschen aus vielen Ländern und verbringen nicht nur ihre Freizeit miteinander, sondern tauschen Lebenserfahrung aus.

Frau Funk, warum sollen Jugendliche ins Mehrgenerationenhaus kommen?

FUNK: Weil wir viel zu bieten haben – darunter Stricknachmittage mit Kaffee und Kuchen, einen internationalen Frauentreff und sogar einen Jamaika-Abend. Zudem merken junge Menschen hier, dass man mit Älteren viel Spaß haben kann.

Klingt gut. . .

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- Lippische LandeszeitungSelbstbestimmt Altern
Kriegsparteien

P1050718Ukrainekonflikt Thema im St. Hedwigs-Haus

Oerlinghausen. Das St. Hedwigs-Haus arbeitet seit 1955 als Institut für Migrations- und Aussiedlerfragen und bietet Seminare für Alt und Jung an. Auch lebhafte Diskussionen zu tagespolitischen Themen, wie zum Krieg zwischen den Ukraine und Russland, werden nicht ausgespart.„ Das ist schon viel Zündstoff in der Luft, aber hier wird nur geredet“, sagt Soziologe Ulrich Brinker. Doch das sind Ausnahmen – „normalerweise ist die Atmosphäre im Haus sehr herzlich und friedlich“, berichtet Irene Weiss, die seit dreieinhalb Jahren in der Verwaltung arbeitet.

„Ich verstehe die Sprache der russischen Gäste und freue mich, wenn ich ihnen weiter helfen kann“, erklärt die 50-Jährige. Jährlich kommen mehr als 3000 Besucher aus ganz NRW, nach Oerlinghausen, um gemeinsam Seminare zu besuchen.

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- Lippische LandeszeitungSelbstbestimmt Altern
Im Rentenalter auf die Schulbank

SchulbankJutta Sarin (69) ist Stadtführerin in Detmold – „Neugierde hilft im Alter“

Detmold/Lemgo. Jahrzehntelang im Beruf, plötzlich in Rente: Viele Menschen begleitet in diesem Übergang die Angst, „in ein Loch zu fallen.“ Jutta Sarin nicht. Sie hat sich erfolgreich neuen Herausforderungen gestellt. Zweifel gab es vor diesem Umbruch viele: „Du bist dann so etwas wie eine lebende Tote“, zitiert Jutta Sarin eine der Aussagen aus ihrem Umfeld. Sie habe immer dafür gesorgt, dass sie neben der Arbeit auch viele andere Sachen macht. Sie sei bereit gewesen, sich zu lösen: „Die zwei wichtigsten Dinge im Leben sind annehmen und loslassen können.“

Zweifellos hat die heute 69-jährige Detmolderin ihren Beruf als Grundschullehrerin sehr geliebt. Das wird nicht nur aus ihren Worten deutlich, es steht ihr auch ins lächelnde Gesicht geschrieben, wenn sie über diese Zeit an der Schule spricht: „Ich bin stolz, dass ich so vielen Kindern etwas beibringen konnte.“ Neben Rechen- und Schreibfähigkeiten war es ihr wichtig, ihren Schülern auch lebenspraktisches Wissen mitzugeben.

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Umfrage – Selbstbestimmt Altern

zack
Wie stellst Du Dir in 50 Jahren ein Pflegeheim vor?

„Es sollte gesundes Essen und eine gute Betreuung geben. Viel Platz wäre schön, damit ich rausgehen kann und nicht immer in der Bude hocke.“
Noel Strate (15), Kalletal

„Ich hoffe, dann noch von Menschen betreut zu werden und nicht von Maschinen. Schön wäre es, wenn schlimme Krankheiten wie Demenz in 50 Jahren geheilt werden könnten. Und mir wäre wichtig, dass in der Zukunft noch Persönliches, wie etwa Haustiere, eine Rolle spielen.
Ann-Kathrin Hartmann (14), Lemgo


„Jedem sollte ein großes Zimmer zur Verfügung stehen. Als Senior möchte ich frisches Essen und nötige Medikamente. Das Personal sollte mir das Gefühl von Geborgenheit geben.“
Max Ditz (14), Lemgo

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