- Nürnberger ZeitungMenschenrechtsarbeit
Schwerpunkt Menschenrechtsarbeit

6. Mai 2017

Die Stadt Nürnberg ist „Stadt der Menschenrechte“. Die Menschenrechtssäulen am Germanischen Nationalmuseum weisen auf die Errungenschaften hin, aber auch auf die damit verbundene Verantwortung. Wie alltagstauglich sind die Menschenrechte tatsächlich? Wie können und werden sie im Alltag konkret umgesetzt? Wir fragen Menschenrechtspraktiker*innen, die Worten Taten folgen lassen. Sei es im Beruf oder im Ehrenamt: Die Umsetzung der Menschenrechte macht Arbeit.

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Ein offenes Ohr für die jungen Bürger

2. Mai 2017

JugendparlamentKinder bedürfen eines besonderen Schutzes. Die Kinderkommission der Stadt Nürnberg kümmert sich darum, dass die Rechte der Kinder hier berücksichtigt und nicht verletzt werden. Die NZ sprach mit der Geschäftsführerin der Kinderkommission Cornelia Scharf darüber, wie es in der Praxis funktioniert. Außerdem erläuterte die 54-Jährige, welche Möglichkeiten Kinder und Jugendliche in der Stadt haben, auf ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen.

NZ: Wie viele Kinder gibt es in Nürnberg?

Cornelia Scharf: Bis 14 Jahren sind es 66000.

NZ: Was ist die Kinderkommission?

Scharf: Das ist ein Gremium, in welchem Politiker, Vertreter der Wohlfahrtsverbände,, des Gesundheit- und des Jugendamts sitzen. Auch Ehrenamtliche aus Elternverbänden und dem gesamten Elternbeirat sitzen dort. Die Kinderkommission ist ein Unterausschuss des Jugendhilfeausschusses in Nürnberg. Ihre Aufgabe ist es, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Kinderrechte hier in der Stadt bekannter gemacht werden können.

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- Nürnberger ZeitungMenschenrechtsarbeit
Mit Stiftung ins Stadion oder Theater

30. April 2017

Tobias-BallbachDie Stiftung des Unternehmens „Der Beck“ kümmert sich um sozial benachteiligte Kinder in der Region. Das ermöglicht so manchem Kind etwa den Besuch einer kulturellen Veranstaltung oder auch im Stadion. „Uns ist wichtig, Kindern und Jugendlichen zu helfen, denen es hier vor Ort nicht gut geht“, erzählt Tobias Ballbach von der „Der Beck Kinderfonds Stiftung“.

„Anfragen von Privatpersonen, etwa für Einzelfallhilfen, können wir nicht unterstützen.“ Es muss immer ein Träger vorhanden sein, der eine gute Idee für ein Projekt hat und bei der Umsetzung finanzielle Unterstützung benötigt. „Dann können wir aktiv werden und weiterhelfen“, berichtet Ballbach.

Die Träger könnten ein Krankenhaus, eine Kirchengemeinde oder ein Verein sein. Bei einigen Projekten wirkt die Stiftung im Hintergrund mit und hat keinen persönlichen Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen. „Wir wollen den Kindern in diesem Fall genügend Abstand geben. Wir wissen ja, sie werden durch unsere Projektpartner gut betreut.“

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- Nürnberger ZeitungMenschenrechtsarbeit
Gleich ist gleich, und ungleich ist ungleich

20. April 2017

Detlef-JanetzekDetlev Janetzek ist der Beauftragte der Stadt Nürnberg für Diskriminierungsfragen. Wenn sich jemand benachteiligt fühlt, überlegt er sich Strategien, wie er ihm helfen kann. Das Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg hat eine ganze Reihe von Aufgaben. Es informiert unter anderem über die Menschenrechte und verleiht jedes zweite Jahr den Menschenrechtspreis an Personen, die sich auch unter persönlichen Risiken für andere einsetzen.
Die Öffentlichkeit schützt sie. In Deutschland besagt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, dass Personen nicht aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Religion oder Herkunft diskriminiert werden dürfen. Wenn das nicht eingehalten wird, können sie sich an die Beratungsstelle wenden.

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- Nürnberger ZeitungMenschenrechtsarbeit
„Mein Verhalten wirkt sich auf andere aus“ – NZ

15. April 2017

DorotheeDorothée Holuba engagiert sich beim Verein Eine Welt-Station, eine Einrichtung der evangelischen Kirche in Bayern. Zudem studiert die 26- Jährige „Medien-Ethik-Religion“ an der Universität Erlangen-Nürnberg. Ich gebe Workshops an Schulen, Konfirmandengruppen oder Lehrergruppen.
Dabei geht es oft darum, wie unser Verhalten das Leben in anderen Ländern beeinflussen kann. Für mich sind Menschenrechte nicht nur Werte, sondern Rechte, die jeder hat. Und durch meinen Konsum, durch meine Lebensführung hier, nehme ich Einfluss darauf, wie es jemandem in Bangladesch, Indien oder Asien geht.

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- Magazin für GelsenkirchenFankultur
Schwerpunkt Fankkultur

2. März 2017

issoIst Fankultur mehr als der Ausdruck eines schönen Hobbys? Was kann man von begeisterungsfähigen Fans lernen?  Sie leben Solidarität, abhängig  oder unabhängig vom momentanen Erfolg des Idols, Clubs. Man stelle sich vor, Fans würden ihre Fankompetenz einem Wirtschaftsunternehmen zur Verfügung stellen. Oder einem Ehepaar in der Krise? Wären ihre Ratschläge erfolgsversprechend, oder bestenfalls schöner Unfug? Was können wir von Fans und ihrer Haltung lernen? Und was raten Fans von sich nicht abzukupfern?

 

- Magazin für GelsenkirchenFankultur
Blau und Weiß – Ein Leben lang

25. Februar 2017

Trotz einiger Kritik lieben Schalke-Fans ihren Verein
Von Selin Taskin und Merle Sender

Kim Burmeister und Torsten Wieland sind beide Fans von Schalke 04. Torsten Wieland betreibt den Königsblog im Internet, in dem er aktuelle Themen und Ereignisse von Schalke kommentiert. Die 19-Jährige Schülerin Kim ist ein sehr großer Fan und arbeitet sogar an jedem zweiten Wochenende in der Veltins Arena in einem Kiosk. Beide schauen sich gerne die Heimspiele an, und auch wenn Schalke eine schlechte Zeit haben sollte, würden sie immer hinter dem Verein stehen. Kim hat am Verein und auch generell am heutigen Fußball einiges zu kritisieren. Sie kann sich allerdings nicht vorstellen, kein Schalke-Fan mehr zu sein. Anders als Torsten Wieland. Er hat schon oft überlegt, mit seinem Blog eine Pause einzulegen, aber dann war er doch ein zu großer Fan und hat mit seinem Königsblog weitergemacht.

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- Magazin für GelsenkirchenFankultur
Entscheidend ist auch neben dem Platz

15. Februar 2017


WeijersHerr Weijers, wie sind Sie zu ihrem Beruf gekommen?

Ich mache schon jahrelang ehrenamtlich soziale Arbeit, denn als Jugendlicher war ich oft im Jugendzentrum, und über diese Schiene habe ich mich dann für diesen Beruf interessiert. Aus der Überzeugung, Menschen helfen zu wollen, habe ich dann soziale Arbeit studiert und bin jetzt Sozialarbeiter.

Sind sie zum Schalker Fanprojekt gegangen, weil sie Fan des FC Schalke 04 sind?

(lacht) Auf jeden Fall war das auch ein Grund, weil ich meinen Verein mit Leidenschaft unterstütze. Aber ich fand natürlich auch das Berufsfeld ziemlich herausragend, denn die Sozialarbeit bei einem Fußballverein ist was ganz Besonderes, da es insgesamt in ganz Deutschland nur ungefähr 200 Stellen für diesen Beruf gibt. Das hat mich einfach motiviert und gereizt, so einen spannenden Job zu machen.

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- Magazin für GelsenkirchenFankultur
Es beginnt immer bei Null

5. Februar 2017

buchIn dem Buch „Im Land der tausend Derbys“ von Hartmut Hering geht es um die Geschichte des Fußballs im Ruhrgebiet. Den Auftrag, das Buch zu schreiben, bekam er durch Zufall. Eigentlich hatte sein Freund eine Anfrage von der Stadt bekommen, ein Buch über die Geschichte des Fußballs im Ruhrgebiet zu schreiben, aber er hatte keine Zeit dazu. Im Anschluss daran bat er Hartmut Hering das Buch zu schreiben, da er sich gut mit Fußball auskennt. Er machte sich sofort an die Arbeit, und schließlich erschien das Buch im November 2002 auf dem Markt. Mittlerweile gibt es bereits eine Neuauflage. Es erzählt die Geschichte von Bergarbeitern, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts kaum Zeit hatten und zur Abwechslung in ihrer Freizeit Fußball spielten. Für die Menschen damals gab es nichts außer ihrer Arbeit. Manche von ihnen sahen die Sonne für mehrere Tage nicht. Der Fußball war eine Art Ausgleich zu ihrem anstrengenden Alltag. Hartmut Hering vermutet, dass deswegen die Menschen im Ruhrgebiet heute noch eine so starke Bindung zum Fußball haben. Die Menschen von früher hatten kaum eine andere Wahl, als auf die Zeche zu gehen und nach Kohle zu graben. Im Fußball ist es komplett anders. Im Fußball beginnt ein Spiel immer bei Null, und jeder hat von Anfang an die selbe Chance, zu gewinnen. Daher war es passend, dass die Weltmeisterschaft im Fußball 2006 in Deutschland und zwar größtenteils im Ruhrgebiet stattfand.

Hartmut Hering war Mitglied des Kuratoriums der Ausstellung „Fußballregion Ruhrgebiet“, Mitherausgeber stadtgeschichtlicher Bücher und ist Kreissprecher der Partei „Die Linke“ in Gelsenkirchen.

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Kommentar – ISSO

2. Februar 2017

Heute werden die Spieler dafür bezahlt, um Fußball zu spielen. Früher war das anders – die Spieler spielten, weil sie Spaß daran hatten, und nicht des Geldes wegen. Der Fußball wird nur noch durch Werbung und Sendezeiten finanziert. Hartmut Hering vertritt die Meinung, dass dies nicht gut für die Fankultur ist.

Es gibt Leute, die sich vorstellen können, auch noch die Fans von den Vereinen bezahlen zu lassen, damit sie ins Stadion gehen. Sie sollen eine Mannschaft auch zu unmöglichen Anstoßzeiten anfeuern, um selbst bei Fernsehübertragungen nach China volle Stadien zu haben. Wir fänden das nicht gut. Wenn man dann im Stadion sitzt, seine Mannschaft anfeuert und genau weiß, dass die Person daneben nur jubelt, weil sie dafür Geld bekommt, dann hat das nichts mehr mit Fankultur zu tun. Man geht ins Stadion, weil man die Mannschaft toll findet, und nicht, weil man Geld verdienen will.

Davon hätten nur das Fernsehen und die Vereine etwas, die eine Menge Geld verdienen würden. Warum sollte man ein Fan von etwas sein, dass komplett künstlich ist? Wenn die Zuschauer nur jubeln, weil sie dafür bezahlt werden, und wenn die Spieler nur noch spielen, weil sie dafür Geld bekommen, dann macht das Zuschauen keinen Sinn mehr.

Spätestens wenn den wahren Fans bewusst wird, dass alles nur Show ist, würde der Fußball an Bedeutung verlieren und letztendlich aussterben.